{"id":377,"date":"2015-03-14T18:40:13","date_gmt":"2015-03-14T17:40:13","guid":{"rendered":"http:\/\/web200.s172.goserver.host\/?p=377"},"modified":"2021-05-07T14:38:05","modified_gmt":"2021-05-07T12:38:05","slug":"demnachst-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandstedt.info\/?p=377","title":{"rendered":"Bald Aus f\u00fcr alte Ortsnamen?"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem 1. Januar 2014 hat die Gemeinde Sandstedt bekanntlich ihre Selbstst\u00e4ndigkeit verloren und ist nun nur noch eine &#8222;Ortschaft&#8220; (von vielen) in der so genannten &#8222;Einheitsgemeinde Hagen im Bremischen&#8220;. Ohne an dieser Stelle Sinn oder Unsinn dieser Fusion zu er\u00f6rtern: Sie hat unmittelbare Folgen f\u00fcr die Namen der einstigen Ortschaften \u2013 denn die werden verschwinden, getilgt, ausgemerzt. Sehr schade.<!--more--><\/p>\n<p>Die Bremerhavener &#8222;Nordsee-Zeitung&#8220; hat in ihrer heutigen Ausgabe dazu folgenden Beitrag ver\u00f6ffentlicht (Autor: Jens Gehrke):<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>SANDSTEDT. Jedes Mal, wenn der Sandstedter Burkhard llschner die Post aus dem Briefkasten holt, ist er ver\u00e4rgert: Hagen steht dort auf dem Adressetikett. Der Ortsname Sandstedt taucht in Zeiten der Einheitsgemeinde nicht mehr auf. ,,Das zerst\u00f6rt die kulturelle ldentit\u00e4t der Orte&#8220;, findet er \u2013 und m\u00f6chte, dass es r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht wird.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>,,Was mich st\u00f6rt, das ist die Art und Weise, wie bei den Fusionen die Namensgebung geregelt worden ist&#8220;, sagt Burkhard Ilschner, w\u00e4hrend er die Post des Tages durchschaut. Fast immer ist sie mit ,,Hagen&#8220; oder ,,Hagen im Bremischen&#8220; adressiert.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Nach der Einf\u00fchrung der Einheitsgemeinde musste jeder Haushalt daf\u00fcr sorgen, dass andere von der neuen Adresse erfahren. Ilschner selber musste auch neue Briefb\u00f6gen, Kuverts und neue Stempel anschaffen. ,,Ich m\u00f6chte einfach das Recht haben, nach au\u00dfen als 27268 Sandstedt aufzutreten&#8220;, macht er deutlich. Es sei zwar weiterhin m\u00f6glich, ,,OT Sandstedt&#8220; zwischen Name und Stra\u00dfe zu setzen. Doch er sei sich sicher, dass dieser Zusatz mit der Zeit immer seltener werde. Im Alltag setze sich Hagen durch, der Name Sandstedt bleiche langsam aus.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>,,Ich m\u00f6chte, dass Sandstedt noch in 20 lahren mit seinem einzigartigen Namen wahrgenommen wird&#8220;, so Ilschner. Wie solle der Zuzug von Neub\u00fcrgern und der Ausbau des Tourismus vorangetrieben werden, wenn die Ortsidentit\u00e4t verloren gehe, fragt er sich. Der \u00fcberregionale Bekanntheitsgrad werde stark eingeschr\u00e4nkt. Hagen gebe es zigmal. ,,Sandstedt, Albstedt, Dorfhagen, Driftsethe, Harrendorf, Heine, Kassebruch und viele andere Ortsnamen sind aber einmalig in Deutschland.&#8220; Er wundere sich, warum es in der Gemeinde Hagen \u00fcberhaupt zu der Neuregelung gehommen sei. Die Einzelgemeinden h\u00e4tten vorher bereits eine gemeinsame Postleitzahl gehabt. ,,In der Einheitsgemeinde Loxstedt ist es doch auch erlaubt, etwa D\u00fcring oder Stotel zu schreiben&#8220;, f\u00fchrt er an.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>B\u00fcrgermeister Andreas Wittenberg (parteilos) stellt auf Anfrage klar, dass die R\u00fcckkehr zu dem alten System nicht mehr m\u00f6glich ist. Die Post sortiere nach der f\u00fcnfstelligen Postleitzahl plus der ersten beiden Buchstaben des Ortsnamens. Wenn dort etwa ,,Bramstedt&#8220; statt ,,Hagen im Bremischen&#8220; st\u00fcnde, w\u00fcrde der Brief automatisch aussortiert und an den Absender zur\u00fcckgeschickt. Und auch in Loxstedt sei der korrekte Weg, den Brief zum Beispiel an 27612 Loxstedt-D\u00fcring zu adressieren. Dieter Pleyn, Erster Gemeinderat in Loxstedt, best\u00e4tigt das auf Anfrage. Die Regeln f\u00fcr die Wurster Nordseek\u00fcste, Geestland, Loxstedt und Hagen im Bremischen seien gleich.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Auch Post-Sprecherin Maike Wintjen macht deutlich, dass ein Zur\u00fcck nicht mehr m\u00f6glich ist. Die Gemeinden und ihre Vertreter h\u00e4tten sich f\u00fcr den politischen Zusammenschluss entschieden, der sich dann auch postalisch auswirke. Die Post habe ihre Maschinen jetzt eingerichtet. Wenn B\u00fcrger an den alten Adressen festhielten, k\u00f6nne es zu Verz\u00f6gerungen oder R\u00fccksendungen kommen. Die \u00dcbergangsfrist sei in der Regel auf ein halbes Jahr angesetzt.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Die wurde aber offenbar verl\u00e4ngert: Burkhard Ilschner erh\u00e4lt noch hin und wieder Briefe, die mit 27268 Sandstedt adressiert sind. Das bereitet ihm dann jedesmal eine kleine Freude.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"bu\">Copyright: NORDSEE-ZEITUNG GmbH, D-27576 Bremerhaven<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 1. Januar 2014 hat die Gemeinde Sandstedt bekanntlich ihre Selbstst\u00e4ndigkeit verloren und ist nun nur noch eine &#8222;Ortschaft&#8220; (von vielen) in der so genannten &#8222;Einheitsgemeinde Hagen im Bremischen&#8220;. 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